Online-Marketeer haben einen wirklich wichtigen Job: Sie müssen die Aufmerksamkeit der Menschen gewinnen, aufrecht erhalten und diese Menschen dazu veranlassen, etwas zu tun, indem sie ihr Interesse erregen.

Und es ist ein harter Job. Eine der wichtigsten Methoden, um bei diesem Job zu erfolgreich zu sein, ist die Verwendung interaktiver Elemente. Interaktive Elemente können die Benutzer dazu bringen, auf eine Website zu achten und etwas zu tun, anstatt nur passiv in den Informationen zu ertrinken.

Du musst Deine Benutzer dazu bringen, sich aktiver mit Deinen Inhalten und der Website zu beschäftigen. Warum? Weil passive Beobachter sich nicht überzeugen lassen! Der Weg, um Deine Conversions zu steigern, ist die Steigerung der Interaktivität mit der Seite.

Interaktive Elemente sind die Geheimwaffe erfahrener Conversionoptimierer. Sie wissen, dass es nicht gut genug ist, einen einfachen Call-to-Action am Ende einer Seite zu platzieren. Stattdessen versuchen sie den Besucher schrittweise durch kleine, subtile und geduldige Interaktionen aufzufordern.

Interaktive Elemente werden immer wichtiger in der heutigen Zeit, in der die Aufmerksamkeit über die Zeitspanne hinweg schwindet und die Benutzer ungeduldig sind.

Was sind interaktive Elemente?

Die Grundidee ist folgende: Interaktive Elemente machen passive Nutzer zu aktiven Teilnehmern.

Ein interaktives Element ist also alles, womit der Benutzer auf der Webseite interagiert. Stell Dir ein interaktives Element als etwas vor, das den Benutzer zum Handeln auffordert.

Jeder kann sich eine Webseite ansehen. Ein Benutzer, der sich nur eine Webseite ansieht, kann die Informationen erhalten. Es könnte ihre Bedürfnisse erfüllen. Sie könnten Dich oder Deine Marke mögen. Alles in Ordnung, oder?

Nicht unbedingt. Der Benutzer kann leicht von der Seite abspringen, abgelenkt durch etwas in seiner Umgebung oder einfach, weil er eine kurze Aufmerksamkeitsspanne hat.

Die meisten Benutzer haben eine schlechte Aufmerksamkeitsspanne.

Nehmen wir einen klassischen Artikel im Content Marketing – ein solider 2.000-Wort-Artikel. Wenn Du diesen Artikel liest, tust DU dies, weil Du intelligent, engagiert und interessiert bist und erwartest, dass diese Informationen Dir in Deiner Karriere oder Deinen Zielen weiterhelfen.

Aber was ist mit dem durchschnittlichen Internetnutzer? Sie surfen umher, sind nicht sehr engagiert und verfolgen nichts Bestimmtes. Ihre Aufmerksamkeitsspanne ist begrenzt.

Die meisten Internetnutzer haben eine Aufmerksamkeitszeit von weniger als zehn Sekunden auf der Seite.

Mit jeder Sekunde, die auf einer Seite vergeht, wirst Du sie eher verlassen.

Noch düsterer ist die Situation bei untergeordneten Inhalten. Die Aufmerksamkeit fällt stark, wenn Benutzer nach unten scrollen müssen, um es zu sehen.

Bildquelle

Berichte haben gezeigt, dass „Smartphones uns dumm machen“ und dass die Internetnutzung zu „kognitiven Fehlern“ führen kann (Quelle).

Wenn Du also nicht sofort die Aufmerksamkeit eines Besuchers an Dich ziehst,  wirst Du seine potenzielle Chance zur Interaktion verpassen.

Interaktive Elemente fehlen im Content Marketing.

Mit dem Aufstieg der Social Media haben es die Internetnutzer für eine gewisse Zeit schwerer, ihre Aufmerksamkeit auf eine Sache zu richten.

Dieser Trend der Social Media – pingende, piepende, schnell durchlaufende Informationen – steht im Widerspruch zum Content Marketing. Content Marketing, zumindest in seiner häufigsten Verwendung von Langform-Inhalten, ist in der Regel nicht sehr interaktiv. Es handelt sich oft um lange, umfangreiche Textmengen, die durch ein paar Überschriften oder Bilder unterbrochen werden: Genau wie dieser Artikel.

An Langform-Inhalten und ihrer statischen Existenz im Web ist im Grunde nichts falsch. Aber es wird immer unwahrscheinlicher, dass sich die Nutzer damit beschäftigen.

Damit Content-Marketing effektiv ist – um dem Geschäftszweck der Marke zu dienen – muss er mutig genug sein, Conversions zu verlangen. Der Content muss die Conversion vorantreiben und nicht nur kostenlose Informationen liefern.

Call to Actions und interaktive Inhalte fehlen heute in vielen Bereichen des Content Marketings. Ich bin überzeugt, dass mehr Interaktivität zu einem besseren Content Marketing führen kann.

Auf dieser Website neilpatel.com sind interaktive Elemente in den Vordergrund gestellt. Das erste, was Du auf diesem Blog siehst, ist diese Frage: „Brauchst Du mehr Traffic?“, gefolgt von einem Ein-Feld-Formular, in dem Du Deine Website eingeben kannst.

Das Ausfüllen dieses Formulars führt zu einem kompletten SaaS, in dem Benutzer ihre Website analysieren, sofortiges Feedback erhalten und umsetzbare Taktiken zur Verbesserung ihres Suchmaschinenmarketings erhalten können.

Dieses Maß an Interaktivität ermöglicht es den Besuchern, sich intensiv zu engagieren und nicht nur passiv meine Inhalte zu beobachten.

Interaktive Elemente sind Methoden, um den Benutzer zum Bleiben, Handeln und Tun zu bewegen. Nicht nur zum Anschauen.

Im folgenden erkläre ich, warum sie helfen.

Wie steigern interaktive Elemente die Konvertierung?

Jeder braucht ein wenig Motivation. Interaktive Elemente können Menschen zum Handeln motivieren – füllen ein Formular aus, klicke auf eine Schaltfläche, schauen Dir ein Video an, was auch immer Du von ihnen erwartest.

Die Conversionoptimierung ist nichts anderes, als die Benutzer dazu zu bringen, eine gewünschte Aktion auszuführen. Je einfacher, angenehmer oder überzeugender Ihre Website es für sie macht, desto mehr Conversions werden Sie erhalten.

Hier sind einige der Vorteile von interaktiven Elementen.

Geringere Bouncerates

Absprungraten sind im Grunde genommen der Prozentsatz der Besucher, die Deine Website verlassen, ohne etwas zu tun.

Es ist eine mächtige Methode. Eine Senkung Deiner Bouncerate kann die Suchmetriken Ihrer Website erheblich verbessern.

Denke darüber nach. Wenn Du Benutzer dazu bringen kannst, etwas auf Deiner Seite zu tun, hast Du einen Bounce effektiv weniger.

Die durchschnittliche Bounce-Rate beträgt 45%. Eine Seite mit interaktiven Elementen sollte jedoch deutlich niedrigere Bounce-Raten aufweisen.

Besseres SEO

Es ist fast selbstverständlich, dass interaktive Elemente Deine Suchmaschinenplatzierung verbessern. Bei der Suchmaschinenoptimierung geht es um mehr als Meta-Tags und robots.txt, auch wenn das ein Teil davon ist.

Bei SEO und CRO geht es vor allem um die Optimierung der Benutzerfreundlichkeit. Das Hinzufügen von Elementen, die das Benutzererlebnis verbessern – interaktive Elemente – wird Dein SEO verbessern.

Höheres Engagement

Internetforscher haben herausgefunden, dass auf vielen Websites die meisten Menschen Beobachter und nicht Macher sind.

Die 90-9-1-Regel – auch bekannt als die 1%-Regel– in Online-Communities ist ein Beispiel dafür. In jeder Online-Community gibt es eine solche Aufteilung der Nutzer. Todd Knutson erklärt diesen Zusammenbruch:

  • 90% sind das „Publikum“. Sie neigen dazu, zu lesen oder zu beobachten, tragen aber nicht aktiv dazu bei.
  • 9% sind „Editoren“, die manchmal Inhalte ändern oder zu einem bestehenden Thread hinzufügen, aber selten Inhalte von Grund auf neu erstellen.
  • 1% sind „Schöpfer“, die große Mengen der Aktivitäten der sozialen Gruppe antreiben. Meistens treiben diese Menschen einen großen Teil der neuen Inhalte, Themen und Aktivitäten der Website voran.

Die 90-9-1 Regel wirkt ziemlich düster, oder? Wenn Du zur Arbeit gehst, um eine Gemeinschaft aufzubauen, willst Du Engagement, richtig? Wenn 90% Deiner Besucher nur Zuschauer sind, verpasst Du eine große Chance. Dieses „Publikum“ fügt nichts aktiv hinzu.

Mit dem Einsatz von interaktiven Elementen kannst Du diesem Trend entgegenwirken.

Interaktive Elemente sollten ein einfaches Ziel erreichen: Den Benutzer zu motivieren.

Aber Du solltest hier nicht aufhören. Die ganze Idee, Interaktivität hinzuzufügen, besteht darin, den Benutzer zu einer Conversion zu überreden. Interaktivität um der Interaktivität willen ist in Ordnung, aber sie ist noch besser, wenn sie zu einem größeren Ziel führt.

Welche Beispiele für interaktive Elemente gibt es?

Also, lass uns einen Blick auf einige dieser Interaktivität werfen. Welche Art von interaktiven Funktionen kannst Du Deiner Website hinzufügen, die die Conversion verbessern?

Formulare

Formulare sind eine beliebte Methode der Conversion und eines der häufigsten interaktiven Elemente auf einer Webseite.

Sie sind ein fester Bestandteil traditioneller Landingpages, aber möglicherweise nicht so hoch konvertierend wie sie sein könnten.

Das folgende von Typeform erstellte Formular ist ein gutes Beispiel für eines der klassischen interaktiven Elemente – das Formular. Formulare sind berüchtigt dafür, langweilig und unnötig langatmig zu sein.

Dieses Formular ist in seiner Eleganz und Leichtigkeit unübertroffen. Die Sprache ist lässig, der Stil ist einfach und es lassen sich abhängig von den Antworten Frage-Weichen einbauen, um spezifischer auf den Nutzer einzugehen.

Social Media Aktionen

Die Integration von Social Media in Deine Inhalte ist eine leistungsstarke Methode zur Steigerung der Benutzeraktivität. Da Social Media seine Allgegenwart im modernen Leben bewiesen hat, wäre es kurzsichtig, es nicht in Deinen Inhalten zu verwenden.

Eine beliebte Möglichkeit, dies zu tun, ist die Erstellung von tweetbaren Snippets in Deinem Artikel.

Das Wichtigste, woran man sich erinnern sollte, ist, dass es für den Benutzer einfach ist, dies zu tun.

Mach es klickbar

Interaktivität muss kein komplizierter Entwicklungstrick sein. Einfach etwas anklickbar zu machen, ist gut genug.

Die Website von Apester erstellt klickbare Elemente auf ihrer gesamten Seite, was sie sehr interaktiv macht.

Weiter unten auf der Seite kannst Du Dir ansehen, welche Features sie anbieten, um interaktiv mit Deinen Nutzern umzugehen.

Apester zeigt an der eigenen Seite sehr gut, wie sie die Interaktionsrate erhöhen und damit die Besucher mehr zum nächsten Schritt bekommen.

Videos

Das Hinzufügen von Videos zu einer Seite ist eine recht verbreitete interaktive Technik. Der Grad der Interaktivität, der durch ein Video bereitgestellt wird, ist oft geringer als beispielsweise ein Quiz oder eine andere Aktivität. Es bringt den Benutzer jedoch auf eine andere Weise dazu, sich zu engagieren – zumindest durch Anklicken von etwas.

Mehrgeschäft verwendet zwei kurze Teaser Videos auf Ihrer Startseite.

Quizfragen oder Fragen

Die Zeit hat interaktive Elemente in ganz normale Nachrichtenartikel hervorragend integriert. Einige Artikel enthalten Quizfragen, wie dieser hier:

Buzzfeed ist der Meister der Quizfragen. Ihr Inhalt hat viele Hilfen von sinnlosen Quizfragen. Also, nur für den Fall, dass du mal im Wald die Qual der Wahl dieser Pilze hast: Einer davon scheint nicht giftig zu sein.

Umfragen

Einige Umfragen sind einfach nur nervig – beispielsweise wenn Du versuchst, eine Website zu besuchen, und eine Umfrage erscheint, angeblich um „unser Kundenerlebnis zu verbessern“. (Ist euch da draußen nicht klar, dass eine solche Umfrage die Kundenzufriedenheit ruinieren kann?)

Aber es gibt auch Umfragen, die ziemlich gut sind. Mit dieser Umfrage aus dem Handelsblatt, können Benutzer eine einzige Frage beantworten und erhalten sofortige Ergebnisse.

Personen, die an dem Quiz teilnehmen, können ihre Ergebnisse mit anderen Benutzern vergleichen und herausfinden, ob sie ein Suchtproblem bei mobilen Geräten haben.

Google beherrscht interaktive Elemente per excellence. Ihre Google Doodles beinhalten oft klickbare Funktionen, Minispiele und andere Funktionen, die die Leute dazu bringen, aufmerksam zu sein und zu handeln.

Fazit

Beim Hinzufügen von interaktiven Elementen geht es um gesunden Menschenverstand, Kreativität und einen Hauch von Inspiration. Was Du verfolgst, sind nicht nur einige coole Entwicklungstricks, sondern auch ein verbessertes Erlebnis für Deine Benutzer.

Welche interaktiven Elemente hast Du bisher verwendet? Wie haben diese Elemente Deine Conversions verbessert?